Komparative Betrachtungen juristischer Texte: Türkische und deutsche Gerichtsurteile im Fokus
Makaleler > Tam Makale · 2024
Yazarlar: Mehmet Tahir ÖNCÜ, Ali Demirel
Diyalog Interkulturelle Zeitschrift Für Germanistik, Diğer Kurumların Hakemli Dergileri, Uluslararası, Ebsco, 2024, cilt 12, ss 468-490
Özet
Im Zuge der Globalisierung steigt der Bedarf an qualitativ hochwertigen juristischen Übersetzungen und Dolmetschleistungen. Übersetzer im juristischen Bereich müssen daher fundierte Kenntnisse sowohl der ausländischen als auch der nationalen Rechtsordnungen besitzen. Eine durchschnittliche Fremdsprachenkompetenz reicht für die Übersetzung von Rechtstexten nicht aus; eine präzise Beherrschung der juristischen Terminologie in der Ausgangs- und Zielsprache ist erforderlich. Zudem muss der Übersetzer in der Lage sein, die rechtlichen Konzepte eines nationalen Rechtssystems mit denen eines ausländischen zu vergleichen und korrekte Übersetzungen anzufertigen. In diesem Zusammenhang agiert der Dolmetscher als Spezialist für juristische Übersetzungen, der nicht nur die Sprache, sondern auch die kulturellen und rechtlichen Kontexte versteht. Diese Arbeit untersucht Gerichtsurteile türkischer und deutscher Familiengerichte. Im ersten Abschnitt erfolgt ein Vergleich der Rechtssysteme der Türkei und Deutschlands. Sodann wird sich der empirische Teil mit einer Untersuchung der türkischen und deutschen Rechtsterminologie anhand von Scheidungsurteilen befassen. Diese bilden das Forschungskorpus der Studie. Anhand der lexikalischen Merkmale der Rechtstexte werden die lexikalischen, insbesondere die etymologischen Merkmale der beiden Rechtssysteme analysiert und aufgezeigt.