Pandemi Dönemi Sağlık Söylemlerinde Medya Dili: Türk ve Alman COVID-19 Medya Haberlerinin Karşılaştırmalı Analizi (2020–2022)
Makaleler > Tam Makale · 2026
Yazarlar: Özlem GENCER ÇITAK, Elif Asena Binbay
DİYALOG- Zeitschrift für interkulturelle Germanistik, Diğer Kurumların Hakemli Dergileri, Uluslararası, Ebsco, 2026, cilt 14, ss 289-319
Özet
Die vorliegende Studie untersucht, wie türkische und deutsche Medien während der COVID-19-Pandemie (2020–2022) gesundheitliche Konzepte sprachlich konstruiert haben. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Mediensprache nicht nur Informationen über Gesundheit vermittelt, sondern auch dazu beiträgt, bestimmte Wahrnehmungen, Verhaltensweisen und gesellschaftliche Deutungsmuster zu stabilisieren. Theoretisch stützt sich die Untersuchung auf die Diskurstheorie Michel Foucaults. Dabei wird insbesondere betrachtet, wie Sprache an der Produktion von Wahrheit, an der Normalisierung sozialer Praktiken und an der Steuerung öffentlicher Wahrnehmung beteiligt ist.Die Analyse basiert auf einer kontrastiven linguistischen Diskursanalyse ausgewählter Medieninhalte aus Deutschland und der Türkei, darunter TV-Nachrichtensendungen, Online-Zeitungsartikel und digitale Medienformate. Im Zentrum stehen vor allem Aussagen politischer und medizinischer Autoritätsfiguren, da diese die pandemiebezogene Wissensproduktion in beiden Ländern maßgeblich geprägt haben.Die Ergebnisse zeigen, dass Mediensprache gesundheitliche Themen nicht nur beschreibt, sondern Konzepte wie Risiko, Verantwortung, Schutz und Normalität aktiv rahmt. Dabei lassen sich sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede zwischen dem deutschen und dem türkischen Mediendiskurs erkennen. Während im deutschen Diskurs stärker wissenschaftliche Rationalisierung und Expertenwissen in den Vordergrund treten, zeigt sich im türkischen Diskurs deutlicher eine politische und kollektiv orientierte Rahmung. Die Studie verdeutlicht damit die zentrale Rolle der Mediensprache in Gesundheits- und Krisendiskursen.