Vakuummessungen unter Melkbedingungen in konventionellen und viertelindividuellen Melksystemen
Makaleler > Tam Makale · 2010
Yazarlar: Rose-Meierhöfer, Sandra, Hoffmann, Gundula, Öz, Hülya, Strobel, Ulrich, Ammon, Christian
OpenAgrar, Uluslararası, 2010
Özet
Ein Einfluss der Melkmaschine auf die Eutergesundheit ist schon seit über 100 Jahren bekannt. Ein neues viertelindividuelles Melksystem (Multilactor®, Siliconform GmbH, Türkheim, Germany) wurde in den letzten fünf Jahren entwickelt, um die nachteiligen Einflüsse und Belastungen auf das Eutergewebe und das Zitzengewebe zu reduzieren. Das Ziel der vorliegenden Studie war es, den Effekt des Milchflusses auf den mittleren Vakuumabfall während der b- und d-Phase bei konventionellen und Einzelschlauchmelksystemen mit Hilfe von Messungen unter Melkbedingungen (International Dairy Federation IDF, 1999) zu charakterisieren. Die Untersuchungen wurden in zwei Tandem-Melkständen durchgeführt, in denen ein konventionelles System (CON) und ein viertelindividuelles Melksystem, der Multilactor® (MULTI) (mit periodischem Lufteinlass) eingebaut waren. Das Vakuumverhalten wurde an verschiedenen Punkten im Melkzeug erfasst und die Milchflusskurven mit Hilfe des LactoCorders® (WMB, Balgach, Switzerland) aufgezeichnet. Es konnte festgestellt werden, dass bei einem mittleren Milchfluss von ungefähr 5,0 l/min/Euter das mittlere Vakuum an der Zitze während der b-Phase 30,2 kPa im CON und 27,7 kPa im MULTI betrug (n.s.). Das mittlere zitzenendige Vakuum in der d-Phase hingegen unterschied sich signifikant voneinander. Es betrug 28,5 kPa für CON und 16,3 kPa für MULTI. Der Grund für die hohe Vakuumdifferenz zwischen den beiden Systemen liegt vermutlich darin begründet, dass der Multilactor® Melkbecher mit periodischem Lufteinlass verwendet. Die Ergebnisse haben gezeigt, dass der periodische Lufteinlass auch bei viertelindividuellen Systemen eingesetzt werden kann.