Diskursive Präferenzen als Herausforderung bei der literarischen Übersetzung

Kitapta bölümler > Araştırma Kitabı · 2022

Yazarlar: Nilgin TANIŞ POLAT

Beiträge zum literarischen Übersetzen in der Türkei. Neue Aspekte und Perspektiven, Araştırma Kitabı, Logos Verlag Berlin, B, Uluslararası, 2022, ss 83-98, Almanya, Berlin

Özet

<p>Abstract (English)</p><p>Discursive preferences as a challenge in literary translation</p><p>As an intermediary between different cultures, the translator is faced with a wide range of variations in his work. Especially in literary translation as “a special type of writing” (Schindler 2021),</p><p>the translator pursues the goal to make the reader believe that he is reading the original (Levỳ</p><p>1969:18). However, the question to what extent the “meaning structure of the original” (Greiner</p><p>2004: 32) is actually transferred depends on the available possibilities and limits. Language system-related differences in the discourse behaviour of Turkish and German speakers play an essential role in the translation of literary texts. Deviations with regard to the systematic-different</p><p>communicative preferences often lead to translation problems. In this context, the study focuses</p><p>on the different discourse behaviours of Turkish and German native speakers. Based on examples from narrative translations as well as their translations I will try to show whether the discursive</p><p>preferences in question have an influence on the reception of the text and therefore can lead to</p><p>significant differences in perception, interpretation and evaluation among readers of the source</p><p>language and the target language. Against this background, significant examples from narrative</p><p>texts and their translations using the “Nähe- und Distanz-Modell” (Proximity and Distance Model)</p><p>(Tanış Polat 2014: 55-92) will be discussed in detail. Following issues are controversial topics</p><p>often discussed in scientific debates: How is the act of language use realized in different languages? How does the product of this act manifest itself as a linguistic phenomenon in texts?</p><p>How do translators deal concretely with these phenomena and convey them to the target language reader? The study attempts to contribute to these controversial discussions.</p><p>Keywords: literary translation, systematic-different preferences, language system-related differences, translation problems between Turkish and German.</p><p>Abstract (Deutsch)</p><p>Der Übersetzer steht bei seiner Arbeit als Vermittler zwischen verschiedenen Kulturen vor einer</p><p>reichhaltigen Palette von Variationsmöglichkeiten. Besonders beim literarischen Übersetzen als</p><p>„eine besondere Form des Schreibens“ (Schindler 2021) verfolgt der Übersetzer das Ziel, beim</p><p>Leser eine Illusion zu wecken, er lese die Vorlage (Levỳ 1969: 18). Inwieweit die „Sinnstruktur</p><p>des Originals“ (Greiner 2004: 32) tatsächlich übertragen wird, hängt jedoch von den zur Verfü-</p><p>gung stehenden Möglichkeiten und Grenzen ab. Sprachsystembedingte Unterschiede im Diskursverhalten türkischer und deutscher Sprecher haben eine wesentliche Bedeutung bei der</p><p>Übersetzung literarischer Texte. Abweichungen bezüglich der systematisch-unterschiedlichen</p><p>kommunikativen Präferenzen führen oftmals zu Translationsproblemen. Die Studie konzentriert</p><p>sich in diesem Rahmen auf das unterschiedliche Diskursverhalten türkischer und deutscher Muttersprachler und versucht anhand von Beispielen aus der Literatur aufzuzeigen, ob die betreffenden diskursiven Präferenzen einen Einfluss auf die Rezeption des Textes haben und zu bedeutsamen Unterschieden bezüglich der Wahrnehmung, Interpretation und Bewertung bei den Lesern</p><p>der Ausgangsprache und der Zielsprache führen können. Vor diesem Hintergrund sollen exemplarische Beispiele aus narrativen Texten und deren Übersetzungen anhand des Nähe- und Distanz-Modells (N/D-Modell) (Tanış Polat 2014: 55-92) eingehend diskutiert werden. Wie der Akt</p><p>der Sprachverwendung in unterschiedlichen Sprachen realisiert wird, wie sich das Produkt dieses</p><p>Aktes sich als sprachliche Erscheinung in Texten manifestiert und wie Übersetzer konkret mit</p><p>diesen Erscheinungen umgehen und diese dem zielsprachlichen Leser vermitteln, ist ein kontroverses und in der wissenschaftlichen Forschung viel diskutiertes Thema. Die Studie versteht sich</p><p>als ein Beitrag zu diesen Diskussionen.</p><p>Schlüsselwörter: literarisches Übersetzen, systematisch-unterschiedliche Präferenzen, sprachsystembedingte Unterschiede, Übersetzungsprobleme für das Sprachenpaar Türkisch-Deutsch.</p>

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