Ergebnisse von Anbauversuchen mit Raps und Sonnenblumen in der Türkei

Makaleler > Tam Makale · 1987

Yazarlar: R. Marquard, Barbara Röck‐Okuyucu

Lipid / Fett, Uluslararası, 1987, cilt 89, ss 326-330

DOI: 10.1002/lipi.19870890810

Özet

Abstract In Anbauversuchen mit Raps und Sonnenblumen auf verschiedenen Standorten in der Türkei wurden Ertragsleistung sowie Ölgehalt und Ölqualität untersucht. Bei Raps traten deutliche Standortdifferenzierungen in der Ertragsleistung von Winter‐ und Sommerraps auf. Im europäischen Teil der Türkei war der Winterraps überlegen, während im ägäischen Raum, und vor allem an der Südküste, mit Sommerraps im Winteranbau deutlich höhere Erträge und Ölgehalte erzielt wurden. Die Maximalerträge wurden jeweils auf den Standort Menemen im Anbaujahr 1984/85 erreicht; bei Sommerraps 36.7 dt/ha und bei Winterraps 315 dt/ha. Die Ölgehalte lagen im Versuchsmittelwert für Sommerraps bei 43.0% und für Winterraps bei 39.4%. In allen Varianten lag der Erucasäuregehalt im Öl unter 1%. Bei Sonnenblumen wurden vor allem die Auswirkungen der Anbauzeit, d.h., die Stellung der Fruchtfolge als Haupt‐ oder Zweitfrucht, untersucht. Im Hauptfruchtanbau lag der mittlere Samenertrag bei 29.5 dt/ha gegenüber 26.1 dt/ha im Zweitfruchtanbau. Auch der mittlere Ölgehalt war im Hauptfruchtanbau mit 453% hoher als Im Zweitfruchtanbau mit 39.7%, mit entsprechender Auswirkung auf dem Ölertrag pro Fläche. Der Anbau als Zweitfrucht hatte aufgrund des späten Erntetermins im Oktober einen günstigen Einfluß auf den Anteil der essentiellen Linolsäure und damit auf die ernährungsphysiologische Qualität des Öls. Im Erntegut der Hauptfrucht, die im Juli geerntet wurde, lag der mittlere Linolsäuregehalt im Öl bei 48.6% und bei den gleichen Sorten, die als Zweitfrucht im Oktober geerntet wurden, erfolgte ein Anstieg des Linolsäuregehaltes auf 68.5%.

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