Transorale Chirurgie – Aktueller Stand und Indikationen

Makaleler > Tam Makale · 2022

Yazarlar: E Karakas, S Schopf, G Klein, M Arikan, P Riss, C Scheuba, Özer MAKAY, M Hermann, G Dionigi, A Casarli, M Schardey

Zeitschrift für Gastroenterologie, Uluslararası, Scopus, 2022, cilt 60, ss e627-e627

DOI: 10.1055/s-0042-1755065

Özet

Einleitung Mit dem transoralen Zugang über das Vesitbulum oris (TOETVA) können Operationen der Schilddrüse und Nebenschilddrüsen ohne sichtbare Narbe durchgeführt werden. Die in Deutschland entwickelte Methode wird mittlerweile weltweit an vielen spezialisierten Zentren angeboten, da in vielen Regionen der Welt eine sichtbare Narbe am Hals problematisch (Asien) und die Keloidbildungsneigung sehr ausgeprägt ist (Afrika). Ziele Ziel der Arbeit ist es unsere Erfahrungen mit der transoralen Technik und aktuelle Entwicklungen darzustellen sowie Indikationen und Gründe zu erläutern, die für eine transorale Operation sprechen. Methodik TOETVA wird seit 2017 in Deutschland und Österreich durchgeführt. Seit 2021 besteht eine Europäische Arbeitsgruppe, deren Mitglieder transparent Daten in EUROCRINE®​ dokumentieren und evaluieren. Aktuell sind hier perioperative Daten einschließlich Indikationen, Operationszeiten, Komplikationen von 378 Patienten erfasst. Technische Details werden erläutert, Indikationen und Limitationen sowie aktuelle Entwicklungen in der transoralen Chirurgie werden vorgestellt. Ergebnis 337 Frauen und 41 Männer wurden transoral operiert, 371 Schilddrüsen- und 14 Nebenschilddrüsenoperationen (Op Zeit 152.7 ( + 63.3) min) wurden durchgeführt. Bei 65 Patienten erfolgte ein zusätzlicher extracervicaler Bergeschnitt (retroauricular n=58, axillär n=7) aufgrund der Größe des Resektats. Die Mehrzahl der Patienten hatte gutartige Erkrankungen, 85 Patienten (29%) hatten ein Schilddrüsenkarzinom. Elfmal war eine Konversion zur offenen Operation notwendig, einmal kam es zu einer operationspflichtigen Nachblutung. Eine passagere Recurrensparese bestand bei 19 Patienten (5%) eine permanente Parese bei 2 Patienten (0.5%). Eine lokale Wundinfektion im Kinnbereich wurde konservativ ausbehandelt. Die transorale Operationstechnik wurde aufgrund des kosmetisch optimalen Ergebnisses durchgeführt. Schlussfolgerung Eine systematische Europäische Datensammlung ist möglich und hilfreich. Aktuell Daten zeigen, dass die transorale Operation durch erfahrene, minimal invasive Endokrine Chirurgen sicher durchführbar ist. Das kosmetische Ergebnis ist hervorragend. Im Hinblick auf Langzeitergebnisse vor allem bezüglich des funktionellen und kosmetischen Ergebnisses werden weitere Untersuchungen folgen. Publication History Article published online: 19 August 2022 © 2022. Thieme. All rights reserved. Georg Thieme Verlag Rüdigerstraße 14, 70469 Stuttgart, Germany

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